Samstag, 13. Juli 2013

[Rezension] Elfenherz (Holly Black)

Allgemeine Infos
Autor: Holly Black
Verlag: cbt
Erschienen: 2005 (US), 2010 (D)
Originaltitel: Valiant - A Modern Tale Of Faerie
Preis: 7,95€ (TB)
Seitenanzahl: 304

Klappentext
Ein Mädchen auf der Flucht.
Ein tödlicher Elfenzauber.
Eine unmögliche Liebe.

Als die siebzehnjährige Valerie davonläuft, will sie vor allem eins - vergessen. In New York findet sie eine Gruppe Gleichgesinnter, die auf der Straße lebt und Kontakt hat zu einer geheimnisvollen Welt - einer Welt voller Wesen, die Valerie magisch anziehen. Doch als ein Mord geschieht, gerät Valerie zwischen die Fronten...



Erster Satz
"Die Baumfrau würgte am Gift; der langsam fließende Saft ihres Blutes brannte."

Meine Meinung
Das Buchcover passt optisch sehr gut zu den anderen Romanen der Reihe, "Elfentochter" und "Elfenkönigin", die jedoch unabhängig von "Elfenherz" gelesen werden können. An der Qualität der Seiten ist nichts auszusetzen, nur der für cbt typische, langweilige Buchrücken trübt den Gesamteindruck etwas.

Holly Blacks Schreibstil vermischt die blumige Sprache der Fantasy-Literatur mit dem rauen Unterton eines Romans, dessen Hauptfiguren in U-Bahn-Schächten leben und in Mülltonnen wühlen. Wie auch in den anderen Büchern der Reihe stellt sie oft ungeschönt Situationen dar, in denen sich die Protagonisten absolut erbärmlich verhalten. Dies schafft eine gewisse Ehrlich- und Menschlichkeit, die dem Leser meiner Meinung nach hilft, sich mit den Charakteren verbunden zu fühlen.
Leider habe ich einen Tippfehler und ein vergessenes Wort gefunden, ansonsten gibt es nichts zu bemängeln.

Nachdem ich schon vor längerer Zeit die Geschichte von Kaye, um die es in "Elfentochter" und "Elfenkönigin" geht, verschlungen habe, bin ich nun endlich dazu gekommen, den zweiten (aber wie gesagt unabhängigen) Roman der Reihe zu lesen. Wie auch von den anderen Büchern war ich begeistert.
Obwohl es sich um einen Fantasy-Roman mit jeder Menge Elfen und Zauberei handelt, wird auch großer Wert auf das alltägliche Leben auf der Straße, auf Liebe und Eifersucht, den Kontakt mit Drogen und die Wichtigkeit von Freundschaft gelegt.
Sehr gefreut habe ich mich auch über die Tatsache, dass es eine Lesbe gibt, deren Charakter nicht komplett auf die Tatsache ausgelegt ist, dass sie auf Frauen steht (was im Fernsehen und in der Literatur leider viel zu oft der Fall ist).

Ich liebe The Modern Faerie Tales, egal, ob es nun um Valerie oder um Kaye geht. Dass die Liebesbeziehung der Protagonistin einen wichtigen, aber nicht den allerwichtigsten Teil der Geschichte ausmacht, gibt in jedem Fall Plus-Punkte.
Ich hatte das Buch bereits nach einem halben Tag durch, da ich nicht aufhören konnte zu lesen. Ich gebe 4,5 von 5 Punkten.




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