Donnerstag, 8. August 2013

[Rezension] Totenblick (Markus Heitz)

Allgemeine Infos
Autor: Markus Heitz
Verlag: Droemer Knaur
Genre: Thriller
Erstmals erschienen: 2013
Preis: 9,99€ (TB)
Seitenanzahl: 528

Klappentext
Die Bilder
Sie sind die Vorlagen für die grausam inszenierten Tatorte des Mörders.

Der Ermittler
Er liefert sich mit dem Täter einen Wettlauf gegen die Zeit.

Der Totenblick
Wer von ihm erfasst wird, muss sterben.

Zusammenfassung auf der Verlagsseite
„Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters.“ Diese Nachricht hinterlässt ein Serienmörder an sorgfältig inszenierten Tatorten, die Todesbildern nachempfunden sind: alte Gemälde, moderne Fotografien oder Bilder aus dem Internet. Anfangs glauben die Ermittler noch, die Hinweise wären am Tatort versteckt oder es gäbe einen Zusammenhang zwischen den Vorlagen und den Opfern. Doch dann machen sie eine grausige Entdeckung: Auf den Vorlagen erhöht sich die Zahl der abgebildeten Toten - aber da ist noch mehr: Die Spuren für die Ermittler sind an einem besonderen Ort vom Täter verborgen worden... (droemer-knaur.de)

Erster Satz
"Armin Wolke kam über die kopfsteingepflasterte Ausfahrt des Werk II gestolpert."

Meine Meinung
Auf das Erscheinen von "Totenblick" habe ich mich monatelang gefreut, nicht nur, weil es eben ein neuer Roman von Markus Heitz ist, sondern auch, weil Konstantin Korff, Protagonist in "Oneiros - Tödlicher Fluch" eine kleine Rolle in Heitz erstem Thriller bekommen hat. Meine anfänglichen Befürchtungen, das Buch könnte sich als Flop erweisen, haben sich als unbegründet herausgestellt.

Erstmal zur Gestaltung: Ich habe noch nie ein so cooles Buch gesehen wie "Totenblick". Nicht nur, dass das Cover schon einen interessanten Hinweis auf die Handlung hergibt, der ganze Umschlag ist absolut genial. Beschreiben kann ich es nicht, wer das Buch in der Hand hält, weiß, was ich meine.
Neben einem Foto inklusive 'Autogramm' des Autors gibt es vorne auch noch ein Mini-Interview. Nicht so gut finde ich den Klappentext. Zu Oneiros passte die Machart noch recht gut, hier sieht es einfach so aus, als hätte der Verlag keine Lust mehr gehabt, sich etwas Neues auszudenken.
Textfehler sind mir keine aufgefallen.

Wie immer benutzt Heitz eine einfache, aber nicht oberflächliche Sprache. Die Geschichte ist meistens logisch aufgebaut, der Lesefluss wird nicht durch Veränderungen in der Sprachstruktur unterbrochen.
Was mich persönlich jedoch sehr aufgeregt hat, was die Sexszene zwischen Hauptcharakter Ares und seiner Freundin Nancy. Es ist nicht so, dass ich etwas gegen Sex in Romanen habe, er interessiert mich halt meistens nicht. In anderen Romanen von Markus Heitz scheinen die Ausführungen über das Sexleben der Charaktere auch meistens völlig normal und passen zur Story (obwohl die sprachliche Gestaltung dort leider oft zu wünschen übrig lässt). In "Totenblick" jedoch kommt mir dieser plötzliche Einwurf von Erotik einfach sehr unnötig und fehl am Platz vor. Und, Herr Heitz: Er "trieb seinen Schwanz tief in ihre Pussy."? Ernsthaft?

Zur Geschichte an sich kann man sagen, dass Markus Heitz hier einen wirklich guten Thriller abgeliefert hat. Bis auf ein paar Anspielungen auf "Oneiros", über die ich mich sehr gefreut habe, keine übersinnlichen Elemente, und trotzdem irgendwie typisch Markus Heitz.

"Totenblick" hat mich zwar nicht ganz so sehr begeistert wie andere Romane des Autors, dennoch gebe ich 3,5 Punkte.




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