Freitag, 6. September 2013

[Mangarezension] Precious Lies - Lying Mii-kun and broken Maa-chan (Hitoma Iruma & Atsuki Satoh)

Allgemeine Infos
Autor: Hitoma Iruma (Story), Atsuki Satoh (Art)
Verlag: EMA
Genre: Thriller
Erstmals erschienen: 2011 (JP), 2012 (D)
Originaltitel: Usotsuki Mi-kun to kowareta Ma-chan
Preis: 7,00€
Seitenanzahl: 196

Klappentext
Mayu Misono fällt in ihrer Klasse durch ihr etwas merkwürdiges Verhalten auf, aber ihr dunkles Geheimnis kennt niemand. Aufsehenerregende Morde sind geschehen, und zwei Kinder sind entführt worden.
Eines Tages trifft Mayu einen alten Bekannten wieder, und nach und nach kommt Licht ins Dunkel einer grauenerregenden Vergangenheit...




Meine Meinung
"Precious Lies" war einer dieser Spontankäufe, bei denen man vorher nicht die geringste Ahnung hat, was einen erwartet.

Das Cover ist meiner Meinung nach ziemlich nichtssagend und langweilig. Ein Mädchen in Schuluniform und mit einem Messer in der Hand, das kann eigentlich alles bedeuten.
Was einen hinter diesem Buchdeckel erwartet, ist ein durchaus interessanter Psycho-Thriller, sowie Verwirrung pur.

Verwirrung deshalb, weil der Erzähler Mii-kun, einer der beiden Hauptcharaktere, ein notorischer Lügner ist. Er schwindelt nicht nur die anderen Charaktere, sondern auch den Leser an, weshalb man niemals weiß, was nun wirklich passiert und was nur erfunden ist.
Aber auch die anderen Figuren sind teilweise sehr komplex und ihre Handlungen nur schwer nachzuvollziehen. Die das Cover zierende Maa-chan ist durch traumatische Erfahrungen aus der Vergangenheit psychisch völlig am Ende. Auf der einen Seite entführt und quält sie zwei Kinder, auf der anderen Seite ist sie süß und tollpatschig und vollkommen auf Mii-kun fixiert, den sie von früher kennt.
Die eigentlichen Ziele der Figuren bleiben wie auch viele andere Dinge in der Geschichte bis zum Ende unklar.
Mit dem Ende des Mangas konnte ich ehrlich gesagt wenig anfangen, da es eben nichts auflöst, und auch vom Stil her nicht so recht zu den vorangegangenen, dramatischen Ereignissen passt.

Was mir grundsätzlich aber sehr gut gefällt, sind die Zeichnungen. Sie sind klar, oftmals schlicht, aber niemals lustlos. Kein Charakter sieht aus wie der Andere, und auch die Hintergründe sind meist abwechslungsreich gestaltet (obwohl auch des öfteren einfarbig weiße Panels vorkommen).

Alles in allem ist "Precious Lies" nicht bombastisch, aber doch ganz nett und durchaus lesenswert. Für den Preis von 7€ hätte ich dann aber doch mehr erwartet. 2 von 5 Punkten.



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